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Ein Haus soll es werden – Keksdose.org

Ein Haus soll es werden

16. Dezember 2014 - 22:00 Uhr 8 Kommentare

Hier wird es stehen :)

Hier wird es stehen :)

Das hier ist mein erster Beitrag zum Thema Hausbau. Noch ist vieles in der Plannungsphase, aber ich dachte ich könnte euch informieren, wie alles zustande gekommen war und was alles vorab zu beachten gilt. Ich schreibe das hier nur aus unserer Sicht. Es gibt auch andere Wege zum Ziel, also legt bitte nicht alles auf die goldene Waage, danke.

Der Entschluss & die Beweggründe
Ich muss zugeben, dass ich früher immer gesagt habe, dass ich nie … nie, nie, NIE ein Hausbesitzer sein will und nun wird genau das Gegenteil passieren. Nun fragen sich sicherlich, wie das alles gekommen ist und dazu muss ich etwas ausholen:
In Russland hatten meine Eltern und meine Großeltern jeweils ein eigenes Haus. Wir lebten in einem Vorort einer großen Stadt. Nichts vergleichbares, wie Hamburg, aber doch eine große Stadt. Wir hatten dort alles, was man brauchte und meine Eltern, sowie Großeltern (väterlicherseits) lebten direkt nebeneinander, sodass die beiden Grundstücke nichteinmal ein Zaun trennte. In diesem Haus hatten wir alle genug Platz und jeder hatte sein eigenes Zimmer.
Später als wir nach Deutschland kamen, lebten wir eingepfert auf 20 Quadratmetern (ein Zimmer) mehrere Monate, bis meine Eltern ein zweites Zimmer bekamen (ca 10 Quadratmeter). Das war ein Heim, von wo aus man vermittelt wurde zu Wohnungen. Wir sind eine Fünfköpfige Familie und mussten uns die Wohnung mit anderen Menschen teilen. Es war meist ein Ehepaar in einem dritten Zimmer. Die wenigsten lebten so lange in diesem Heim, aber da wir zu fünft waren, blieben wir 3 Jahre (!) auf diesem engen Raum. Danach fand sich endlich eine passende Wohnung. Diese war in etwa so groß, wie die im Heim, nur das wir keine „Mitbeworhner“ hatten. Meine Eltern wollten von Anfang an aber so viel Geld sparen, wie es ging und haben daher überall gespart. Es gab keine teuren Möbel (die meisten waren von „zu verschencken“ Anzeigen vom AVIS), keine teure Kleidung, keinen „Luxus“ und Spielzeuge auch nur die Günstigsten. Jeder Pfennig (die gute alte D-Mark *h*) wurde doppelt und dreifach umgedreht, ehe der ausgegeben wurde.
Nach insgesamt 6 Jahren in Deutschland kauften meine Eltern ein Grundstück mit Haus. Sie hatten nicht so viel dafür zahlen müssen, da es in einem schlechten Zustand war, also wurde extrem viel selbst gemacht. Mein Vater ging damals immer zu Toom Baumarkt, lieh sich eine VHS Kassette mit Anletungen aus und machte alles selbst daheim. Er flieste, verlegte Laminat (damals musste man den noch kleben), Wechselte im Bad die Armaturen, Waschbecken, Badewanne usw. Meine Mama war dann für das malern und tapezieren zuständig, sowie für das verputzen. Alles in Eigenarbeit und nach 5 Jahren glänzte das Haus, wie ein gut polierter Edelstein. Meine Eltern hatten einen Kredit aufnehmen müssen für das Haus, daher wurde weiterhin sparsam gelebt. Wir hatten bis zur letzten Kreditzahlung des ersten Kredits (meine Eltern hatten 2 -> einen für 5 Jahre und einen für 10, die Paralel liefen) zB garkeinen Urlaub gehabt. In Russland kannte man das garnicht … Urlaub … Es gehörte zum Luxus einen zu machen, daher „fehlte“ meinen Eltern auch nichts und wir Kinder bekamen es nur am Rande von Freunden mit, die „mal wieder“ irgendwohin gefahren waren mit ihren Eltern. Den ersten (und für mich letzten, weil ich mich für „zu alt“ zählte mit meinen Eltern zu verreisen) Urlaub hatte ich mit 18 Jahren.

Wie man in dieser kurzen Zusammenfassung lesen kann, hatte ich als Kind immerzu das Gefühl nie Geld zu haben. Mir fehlte es an nichts eigentlich. Ich hatte was anzuziehen, ich hatte ein eigenes Zimmer und später sogar zwei,  Klassenreisen gingen auch immer und Essen gab es reichlich. Dennoch … Als Kind wollte ich „mehr“ haben. Ich wollte auch so wie die anderen Markensachen tragen, weil alle das trugen und ich mich nicht ausgeschlossen fühlen wollte. Ich wollte auch in den Urlaub, damit ich etwas zu erzählen hatte und ich wollte gerne schick Essen gehen mit meinen Eltern, wie ich es öfter mitbekommen hatten bei Freunden. Im Nachhinein denke ich, dass es Luxusprobleme waren, die ich damals hatte, denn es mangelte ja eigentlich an nichts. Dennoch … gerade weil immerzu gespart werden musste, hatte ich mir selbst gesagt: Ich will nie … nie, nie, NIE ein eigenes Haus!

Meine Gedanken änderten sich nach und nach, seitdem ich das Haus meiner Eltern verlassen hatte. Ich merkte, wie teuer Wohnungen eigentlich sind. Nicht, dass ich dass nicht vorher schon geahnt hatte, aber dennoch. Dieses Geld, das man in die Miete steckt … das könnte man so viel besser woanders nutzen. Ich würde lieber in derselben Höhe einen Kredit abbezahlen, als Miete zu zahlen, war der erste Gedanke, aber der war noch nicht reif für die Entscheidung.
Nach der Hochzeit haben der Held und ich hatten über die Zukunft geredet. Ziemlich weit in die Zukunft, muss ich zugeben. So weit, dass es auch um Kinder ging. Wir fanden beide, dass es schon drei sein sollten, denn wir wuchsen selbst mit zwei Geschwistern auf und fanden dass drei eine gute Zahl sei. Drei Kinder … und dann eine bezahlbare Wohnung in Hamburg finden? Wo man auch noch am besten ein Arbeitszimmer hat für mein Hobby? Das war fast unmöglich, außer man zog an die Randgebiete oder knapp aus Hamburg raus. Dann würde es aber bedeuten, dass man ewig lang zur Arbeit fährt, schlechte Anbindungen mit Bus und Bahn hat und das wollten wir nun auch nicht, zumindest nicht mehr als eine Stunde. Der Gedanke des Hauses poppte auf und wir fingen dann an zu fantasieren. Wieviele Zimmer? Wie groß? Wir haben zu Anfang noch nichteinmal einen Plan gehabt, WO wir bauen, weil wir schlichtweg nur fantasierten. Es war auf „irgendwann“ angesetzt, nicht jetzt. Wir hatten nie vor gehabt am Anfang gleich sofort ein Haus zu bauen. Der Gedanke festigte sich mehr und mehr, sodass wir uns regelrecht ärgerten Miete zu zahlen, statt in der selben Höhe einen Kredit, den es ja irgendwann nicht mehr gibt.
Familienplanung ist immer so ein Ding: Wenn man Familie will, muss man auch an die Zukunft denken und die ist teuer, wenn man viele Kinder haben will. Ich habe mir sage lassen, dass Kinder nicht so extrem teuer sind, wenn man sparsam ist, keine Markensachen kauft usw, aber sie sind teuer, wenn man an den Platz denkt. Zu Anfang können die in einem Zimmer sein, klar, aber je älter sie werden, desto mehr Bedürfnisse haben sie und wollen dann auch eigene Zimmer. Genau DAS ist dann der teure Faktor, denn Wohnraum in Hamburg ist leider teuer.

Das liebe Geld
Ein Faktor bei dem Entschluss ein Haus tatsächlich zu bauen und nicht nur darüber zu fantasieren, war das Geld. Wenn man es aus dem Punkt aus betrachtet, dass wir nichts von meiner Familie bekommen würden, würden wir auch nicht bauen, muss ich zugeben. Wir sind nicht Größenwahnsinnig! Ein Hausbau ist teuer und wir wollten nicht so dermaßen viel Kredit aufnehmen, dass wir bis zur Rente den abbezahlen. Wir hätten dann wohl ein paar Jahre erstmal gespart und dann erst ein Haus gebaut. Zumal es nicht gerade billig ist in Hamburg ein Grundstück zu kaufen. Das war der nächste Geldfress-Faktor. Wir haben hin und her überlegt und sind bei einem Punkt stehen geblieben: Das Grundstück meiner Eltern. Das Nachbargrundstück war auch so groß gewesen, wie das meiner Eltern, als das Haus gekauft wurde. Mittlerweile stehen dort zwei weitere Häuser. Meine Brüder und ich meckerten früher über die große Grundstücksgröße, weil man auch viel Rasen zu mähen hatte, aber nun war ich froh darüber, denn so konnte man tatsächlich ein Haus dort hinstellen, wo „zu viel Platz“ ist.
Der Held und ich recherchierten, informierten uns beim bauamt und machten Pläne fertig. Wir stellten diese dann meinen Eltern vor. Mein Papa war zu Anfang nicht begeistert, da er gerne sein großes Grundstück behalten wollte, aber nach einiger Recherche seinerseits, hat er eingesehen, dass Grundstücke in Hamburg einfach zu teuer sind und Außerhalb wollten wir nicht hin. Von dem Haus meiner Eltern aus ist man zwar auch nicht total Zentral, aber immerhin fährt dort der Bus alle 10 Minuten, statt zwei Mal die Stunde. Mein Papa willigte also zum Schluss ein und erkannte, dass es garkeine schlechte Idee ist, weil ein Haus sehr viele Vorteile mit sich bringt: Keine Miete, man kann es bauen, wie man es will, man ist für sich (keine lärmenden Nachbarn über, unter oder neben uns) und vieles mehr. Wir hatten dann die Idee meine Großeltern vorgestellt und nicht erwartet, was dann kam: Meine Großeltern meinten plötzlich uns helfen zu wollen, damit wir so wenig wie möglich Kredit aufnehmen. Wir mussten nur einen bestimmten Teil später zurückbezahlen, aber dann natürlich auch ohne Zinsen, sagte mir meine Oma. Meine Eltern sicherten uns auch Hilfe zu, damit wir nicht zu lang abbezahlen müssen. Der Held und ich waren so baff und überglücklich *h*

Absprachen und Erkenntnisse
Nach der Erlaubnis zu bauen und der Zusicherung der finanziellen Unterstützung, haben wir die ersten Termine bei Baufirmen gemacht. Es war nicht einfach aus all der Flut etwas herauszusuchen, muss ich zugeben. Eine passende und vor allem gute Firma, die einen nicht verarscht, zu finden … das ist Heutzutage nicht mehr so einfach. Wir setzten daher auf zwei Kriterien: „Bezahlung erst nach Leistung“ und die Firma sollte nicht erst seit ein, zwei Jahren existieren, sondern eine „Geschichte“ haben. Wir haben anhand der Punkte ersteinmal alles rausgesucht, was Seriös auf uns wirkte. Manche Firmen schickten zum Beispiel keine Kataloge, sondern gleich ein Angebot, gedruckt auf normalem Kopierpapier, hässlich NICHT-designt und zudem nichteinmal in einer Mappe, sondern teilweise lose oder nur zusammengetackert an einer Ecke. Was soll das denn sein? Seriös ist etwas anderes! Am Ende hatten wir an die 20 Baufirmen vorliegen, aus denen 6 als „Seriös“ bezeichnet werden konnten. (Wir hätten auch noch mehr Firmen uns ansehen können, aber ich finde ab einem gewissen Punkt sind es zu viele.) Diese stellten wir dann meinen Eltern vor. Sie und meine Großeltern (die zu Alt sind für diese Entscheidungen) sind ja die „Geldgeber“ und sollten demnach genauestens wissen, was damit passiert, fanden wir und: mein Vater hatte schon einmal in Russland ein Haus selbst entworfen und hier in Deutschland innen ausgebaut. Gerade er kennt sich am Besten mit Materialien usw. aus.

Wir entschieden uns für vier Firmen, die Massivhäuser bauen. Fertighäuser waren uns doch etwas zu „labil“ und unsicher. Massiv ist Massiv und hält besser als ein Fertighaus mit Holzrahmenbauweise. Bei diesen machten wir Termine. Es hörte sich überall natürlich beim Gespräch gut an und bei einer der Firmen, hatte man sein Haus schon „individuell“ am PC „zusammenstellen“ können, was zunächst beeindruckend erschien. Nach jedem Termin liesen wir ein paar Tage verstreichen und redeten in der Zeit darüber. Außerdem hatten wir versucht alle Termine so nah beieinander zu machen, wie es ging, sodass wir gut die Berater, Gespräche, Angebote etc. vergleichen konnten. Ich sage euch folgendes:

  • Informiert euch vorher gründlich über das Thema „Hausbau“, denn die Berater sind nicht immer so allwissend und gut, wie man glauben mag. Wenn wir vorher unwissend gewesen wären, hätte sicher jeder der Berater uns einlullen können, aber da wir ein gutes Vorwissen hatten, konnten wir relativ leicht aussortieren.
  • Wenn euch ein Berater was von einem Fussballspiel erzählt, weil er euch für dumm hält, schiebt den ab. Wenn der Berater nicht Klartext reden kann, dann ist es kein guter Berater. Wir waren kaum schlauer nach der Beratung, denn man nannte uns garkeine Preise oder nur vage und damit kann man nicht kalkulieren. Es mag beeindruckend aussehen, wenn es als „Spiel“ formuliert und aufgezeichnet wird, aber nach ein paar Tagen merkt man, dass man doch noch ziemlich viele Fragen hat dazu, weil eben nicht genug Informationen geflossen sind, wie man zu Anfang dachte.
  • Wenn ihr dem berater ALLES aus der Nase ziehen müsst, was als „Kleingedrucktes“ zu bezeichnen ist, dann spricht es weder für die Firma, noch für den Berater.
  • Wenn euch ein Berater den Preis eines Hauses anhand eines Beispielhauses aus dem Katalog kalkulieren will. Es gibt in den Katalogen viele Beispielhäuser. Wenn man nicht genau DAS haben will, was da im Katalog ist und der Berater etwas von „Grundpreis“ redet, den Taschenrechner zückt und anfängt da was vorzurechnen anhand eines Hauses aus dem Katalog, dann ist es nur verwirrend und am Ende weiß man immer noch nicht genau, wohin das Ganze geht. Wir wollten ein Haus nach unseren Wünschen und keines fertig aus dem Katalog, zumal wir bestimmte Begrenzungen auf dem Grundstück einhalten müssen und Häuser im Katalog haben nie die Größe, die man braucht, wenn man begrenzen Platz hat.
  • Wenn der Berater ein Programm öffnet und da alles „zusammenklickt“, was ihr wollt. Beim „zusammenklicken“ fallen einem dann plötzlich Extrakosten auf, die der Berater vorher nicht nannte und das Programm hat auch seine Probleme: Sobald man aus der norm heraus plant, weil das Grundstück begrenzt ist oder man Extras haben will, die in diesem Programm so, wie man es will nicht umsetzbar sind, ist es wieder nur vage und kann am Ende bedeuten, dass man unmengen an Extrakosten hat, weil noch ein Architeckt extra bezahlt werden muss für die Anpassungen, die das Programm nicht berechnen konnte, weil es die konkrete Option garnicht gibt.

Vielleicht gibt es noch mehr zu beachten, aber das sind so die groben Punkte, die uns aufgefallen sind. Nach allem, was da war, hatten wir nur einen Berater, der richtig gut war. Er war ehrlich, hat auch seine „Fehler“ genannt, hat uns den Bauprozess und den Prozess davor genauestens aufgebröselt (der einzige Berater wohlbemerkt, der das tat) und er hatte uns eine Schätzung abgeben können, die beim Angebot in etwa hingekommen war, das wir später bekommen hatten. Was uns zudem an der Firma positiv auffiel: Man kann Massiv-Massiv bauen. Heutzutage werden Massivhäuser mit Porenbetong gebaut. Das Material ist gut in der Wärmedämmung, aber furchtbar, wenn es um Anbringungen angeht, die an die Wand müssen, finden wir. Da braucht man Spazialdübel usw. Der Porenbetong ist uns zu bröselig gewesen, daher haben wir uns für eine Bauweise entschieden, die stabiler und für uns am besten geeignet ist: Massiv-Massiv. Das heißt wir haben eine Außenverschahlung mit Ziegelsteinen und eine Innenverschahlung mit Kalksandstein (ebenfalls die roten bekannten Ziel, aber in größer). Warum Kalksandstein? Die Wärmedämmung ist minimal schlechter, wie die von Porenbetong, aber es ist Schallfester und man kann ganz normal Sachen an die Wand anbringen, ohne sich Sorgen zu machen. Es ist quasi die „alte“ bauweise, denn wir stellten fest, dass es kaum noch Firmen machen Heutzutage.

Nasch all den Abenteuern mit den Beratern, haben wir am Ende das eine Angebot angenommen, das wir am besten fanden. Es war nicht nur preislich super, sondern auch wegen der Sachen, die wir gerne dabei haben wollten:

  • Kaltsandstein
  • Erst bauen, dann zahlen (Wir bezahlen in Ettappen: Bodenplatte fertig, kann bezahlt werden; Wände im EG stehen, kann bezahlt werden, usw.)
  • Direkte Kommunikation mit den einzelnen Handwerkerfirmen und nicht über eine große Firma (das ist sicherliche Geschmackssache, denn es gibt genug Leute, die das nicht wollen)
  • Versicherung, dass falls eine der Handwerkerfirmen insolvent geht während der Bauzeit, die Firma dafür aufkommt Ersatz zu stellen, damit das Haus fertig gestellt werden kann
  • Berater vor Ort, sodass wir nicht immerzu irgendwohin fahren müssen
  • Berater jederzeit erreichbar und offen für alle noch so dummen Fragen unsererseits
  • Individuelle Plannung, ohne Baukastenprinzip aus Häusern im Katalog
  • Transparente Kostengestaltung, sodass man weiß wohin geht welches Geld (bei viiiieeelen Firmen weiß man nicht, was geht an die Handwerker, was an die Firma usw.)

Falls ihr auch ein Haus bauen wollt: Informiert euch beim zuständigen Bauamt, was da für Vorschriften bei dem Baugebiet bestehen. Wir müssen zB zum Nachbargrundstück 2,5m Abstand haben und zum Nachbarhaus 5m. Außerdem können wir nur 1,5 Geschosse bauen, dh wir können kein zweites Geschoss haben, dass keine Dachschrägen hat. Unser Wunsch war es eigentlich zwei Vollgeschosse zu haben, aber in dem Gebiet darf man das nicht. Daher ist es wichtig vorher nachzufragen beim Bauamt, denn wenn ihr euch ein tolles Haus ausmalt und damit in ein Beratungsgespräch geht, dann kann es bei der späteren und näheren Plannung ein Problem geben, denn das Angebot passt dann nicht mehr, es muss alles nochmal kalkuliert werden usw. Es ist unnötiger Stress. Wir haben genau das nämlich vorab Angefragt und waren dann gleich mit konkreteren Werten in die Beratungsgespräche gegangen, sodass der Endpreis genauer war beim Angebot.

Warum gerade DA bauen?
Manche denken sicherlich, dass wir verrückt sind gleich neben meinen Eltern zu bauen und die quasi über uns wachen zu lassen. Wenn ich zurück denke, hätte ich genau das auch gedacht vor ein paar Jahren, aber die Zeit verändert viele Dinge… auch das Denken über diese Dinge. Als ich auszog, war ich froh meine Freiheit zu haben und wenn wir dort das Haus haben, heißt das ja nicht, dass wir die nicht haben. Meine Eltern haben zB kein Problem damit, dass wir einen Zaun aufstellen zwischen den Häusern, damit wir unseren Freiraum haben.
Unsere Nachbarn ändern sich einfach nur von Fremden zu meinen Eltern, die ich jederzeit fragen kann, ob die mal ein Wochenende auf Max und Kisa aufpassen können und wenn irgendwann mal die Kinder da sind, ist der Babysitter gleich das Haus daneben. Wenn mal ein Rohr oder sonstetwas kaputt ist, ist der Handwerker auch gleich nebenan und wenn mal das Auto durchgecheckt werden muss, kann das ebenfalls mein Vater machen. Wenn mal eine Leitung verlegt werden muss oder ich Hilfe beim streichen brauche, ist die Hilfe direkt nebenan. Ich weiß, man hockt fast aufeinander, wenn man nebeneinander wohnt, aber wenn ich meine Ruhe brauche, verziehe ich mich einfach in mein stilles Kämmerlein und mache die Tür zu, das akzeptieren meine Eltern und Großeltern ohne zu murren. Das taten sie nämlich damals schon, als ich noch daheim lebte. Ich finde, dass es nicht bekloppt ist, sondern gut ist, wenn wir neben meinen Eltern leben, denn es hat verdammt viele Vorteile, im Gegensatz zu einem „Nachteil“.

8 Kommentare

  • Maron · 21. Dezember 2014 um 21:13 Uhr · Antworten

    Huhu,
    also ich lesen eher, als das ich Kommentare schreibe, aber hierzu muss ich mal was sagen.
    Ich hab 20 Jahre meines Lebens in Hamburg verbracht, ehe ich mich entschloss für das Studium nach Hannover zu ziehen.
    Die Mietpreise sind so drastisch gestiegen, dass es für mich kein Thema mehr ist zurück zuziehen und ich hatte Glück mit meiner Mutter und ihren Job. Wir hatten eine Wohnung mitten in Hamburg, über 102qm für uns beide alleine und Urlaub mind. 2 pro Jahr.

    Aber ein Haus zu bauen, vor allem wenn man Jung ist, ist das beste was man machen kann. Wenn man sich mal die Miete in 5 Jahren ausrechnet, die man quasi gespart als Teilkredit nutzen könnte, ist ein Haus optimal. Zumal man irgendwann einfach nur Energiekosten etc. zahlen muss, Miete fällt weg.
    Aber ihr solltet darauf achten, dass es wenig Energie verbraucht da Strom immer teurer wird und die neusten Entwicklungen für Häuser ideal sind.

    Was mich am meisten interessiert ist, wie lange so ein Bau dauert und wie lange ihr euch vorher damit auseinander gesetzt habt? Ich wohne selbst zu Miete und kann mich über die Preise in Hannover für die Größe nun wirklich nicht beklagen (ist ja auch billiger hier ;) ) aber da wir evtl. das Thema auch anschlagen, interessiert mich auch die Baukosten.
    Kannst du mir die bei Facebook per private Nachricht teilen?
    Und~ ihr macht Flitterwochen in Japan – Tokio? Ich war jetzt schon öfters da und flieg nächstes und übernächstes Jahr wieder in (Hotel in Shibuya), daher wollt ich fragen, wann genau ihr da seit :)


    • yumkeks · 23. Dezember 2014 um 22:26 Uhr ·

      Hey :)
      Naja, nicht alle Leser kommentieren, das ist mir klar. Ich bin meist auch eher ein stiller Leser. Manchmal ist das nur etwas traurig, wenn man sich Mühe gegeben hat und am Ende kommentiert keiner xD

      Ja, wir finden auch, dass es besser ist jetzt mit dem hausbau anzufangen, denn je älter man wird, desto schwerer ist die Last, bzw man braucht dann auch „länger“. Wir sind leider nicht mit solch gut verdienenden Eltern gesegnet, wie du es bist/warst ^^ Da müssen wir sehr sparsam sein gerade in der Zeit, wo der KFW Kredit läuft und der normale. Den KFW Kredit bekommt man ja, wenn man ein energiesparendes Haus baut und ja, das wollen wir auch machen :D Wir können daher auch den Kredit nutzen, aber leider geht der nur bis maximal 50k … daher werden wir definitiv einen zweiten aufnehmen müssen. Meine Eltern hatten auch zwei Kredite parallel. Der eine lief 5 Jahre, der andere 10. Nach 5 Jahren war die Belastung deutlich wneiger und es blieb auch was über natürlich, sodass meine Eltern nach 5 Jahren anfingen langsam neue Möbel zu kaufen ^^ Das werden wir dann wohl auch machen. Am Anfang bleiben wir bei den Möbeln, die wie zur Zeit haben, auch wenn dann die Räume usw. etwas „kahl“ aussehen werden xD Die kleine Couch zB sieht bestimmt deplatziert aus in dem großen Wohnzimmer xD

      Laut der Firma dauert es noch mit allen Anträgen. Bis alles, was mit Dokumenten zu tun hat, wird es März oder April sein. D.h. da geht auch der Bau los. Unser Hausbau dauert dann 6 Monate, bzw. könnte 7 dauern. wenn das Wetter kaka ist oder wegen des Kellers. Wir wollten beid er kleinen Fläche unbedingt einen haben und der kostet dann natürlich mehr Zeit beim Bau ^^ Nächstes Jahr können wir dann ab Oktober oder November im Haus streichen und danach einziehen. Man kann sagen, dass der Bau inkl. der Plannungsphase etwa ein Jahr dauern kann. Es gibt auch Firmen, die machen das in nur 3 Monaten, aber die kosten auch deutlich mehr und ich habe von vielen Stellen gehört, dass es besser ist etwas langsamer zu bauen, weil das Haus sich beim Bau in der Erde „setzen“ muss. Das kann das Haus nicht, wenn innerhalb von nur einem Monat alle Mauern stehen und das Dach draufkommt. Zumindest hab ich diesbezüglich viel negatives gelesen, wie dass dann Risse in der Bodenplatte entstehen könnten usw. Aber vielleicht ist es auch nur Angstmacherei, weil denen das nicht geheuer ist, dass es so schnell geht? Ich weiß es nicht so genau, aber ich weiß eines: es war zu teuer und die bauten mit Porenbeton, was wir absolut nicht wollten ^^ Alleine deswegen flogen die schon beid er Vorauswahl raus.

      Preise zu den Baukosten nenne ich hier ungern. Wir können ja gern mal chatten oder skypen, wenn du magst ;)

      Ja, wir sind – leider – nur in Tokio und das wäre vom 21.03.2015 bis 04.04.2015 ^^
      Ist ja krass,d ass du dir so oft einen Japanurlaub leisten kannst Ö_Ö Wir können es nur alle 2 Jahre xD Naja, aber das liegt wohl auch daran, dass der Held erst jetzt anfing zu arbeiten und vorher ein Student war, der nur Unterhalt bekam und ich auch nicht viel verdient habe, zumal ich ja seit Juni nun nur 20h/Woche habe.


  • Bernd · 21. Dezember 2014 um 21:10 Uhr · Antworten

    Mit welcher Firma baut Ihr denn?


    • yumkeks · 23. Dezember 2014 um 22:14 Uhr ·

      Ich werde die Firma hier im Blog nennen, sobald alles losgeht ;) Noch ist ja alles in der Plannung usw. ^^ Und spätestens, wenn die das Bauschild auf dem Grundstück aufstellen, wird man es sehen :)


  • RockSnail · 20. Dezember 2014 um 20:55 Uhr · Antworten

    das geld interessiert mich auch gar nicht XD
    finde nur spannend zu sehen, wie schnell sowas plötzlich geht. hier in der nachbarschaft wurde letzten sommer auch ein haus abgerissen, und in null komma nix stand plötzlich ein neues da, erst der rohbau, dann wahren plätzlich dach und fenster da, dann war es plötzlich von außen fertig etc ^^


    • yumkeks · 23. Dezember 2014 um 17:21 Uhr ·

      Bei.meinen Eltern in der Straße war das auch so: schwupp standen zwei mehr Häuser auf einem Grundstück neben uns.
      Ja, mal sehen, wie lang das bei uns dauert. Zuerst muss ganz viel Behördenkram gemacht werden. Wir warten auf Geneigungen und so. Dann kann man das Haus im Detail planen, dann werden die einzelnen Posten ausgeschrieben. Nya und dann kann es losgehen. Das wird sich nun mit all der Planung und Behörden bis März/April hinziehen, sagte man uns. Mal sehen wie es dann wird ^^ Bauzeit beträgt bei uns 6-7 Monate bei der Firma. Gibt aber auch andere, die bauen in 3-4. Die war uns aber zu teuer und zu intransparent uû


  • RockSnail · 16. Dezember 2014 um 22:42 Uhr · Antworten

    ich find das ganze total spannend! gleich ein haus bauen, und nicht ein fertiges haus kaufen, find ich ziemlich „mutig“. irgendwie wirkt daas für mich noch viel größer, weil man soviel aufwand hat etc.
    ich würde auch gern mal ein haus haben, aber ich würde eins kaufen, und kein bauen. das wäre mir irgendwie alles zuviel arbeit und zeit. dann lieber eins kaufen, und so renovieren/anbauen, wie es einem gefällt :)

    wirst du noch weiterhin dafüber berichten? fänd ich interssant. zu wann etwa soll das haus denn fertig sein?


    • yumkeks · 17. Dezember 2014 um 17:27 Uhr ·

      Wir hatten zunächst auch überlegt gehabt eines zu kaufen. Das Problem dabei ist jedoch, dass man eines, das einem gefällt UND eines, das in der selben Preisklasse ist, die uns vorschwebte nicht fanden in der Umgebung… Außerhalb von Hamburg findet man viele, aber da wollten wir nicht hin. Wir wollen gern „zentral“ sein und da ist es dann gleich viel teurer. Zusammen mit Renovierung und Umbau, sodass es uns gefällt, wäre ein Haus dann um 1/3 teurer, als wir es beim Bau haben. Es ist ja günstiger für uns zu bauen, weil wir ein „kostenloses“ Grundstück haben ;) Für uns ist demnach der Bau besser und kostengünstiger ^^

      Ja, ich werde ein Bautagebuch führen :) Sobald es etwas neues zu erzählen gibt, werde ich immer bloggen, aber über Geld werde ich nichts schreiben ;)


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