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Nachwuchs 1.0 – Vergleichen – Keksdose.org

Nachwuchs 1.0 – Vergleichen

30. August 2016 - 19:16 Uhr 6 Kommentare

Minikeks

Minikeks

Wieso nur tun wir uns alle so schwer? Wir vergleichen uns ununterbrochen. Egal, ob es nun etwas kleines ist, oder etwas großes. Es kommt immer wieder vor. Ich sehe, das bei Freundin Rabbit das Kind schon mit 6 Monaten gekrabbelt ist und mit 8 Monaten schon anfing auzustehen und ab dem 10 Monat schon herumrannte. Unsere Nachbarn haben auch so ein „Wunderkind“, die alles schnell haben wollte. Ich sehe aber auch Kinder, die anders sind. Freundin Ente hat ein Kind, das später anfing zu krabbeln (etwa 8 Monate) und erst mit etwa 11 Monaten fing es an aufzustehen. Das ist bei jedem Kind anders, jedes Kind hat seine eigene Geschwindigkeit. Das weiß ich und versuche mich immerzu daran zu erinnern, wenn ich anfange Minikeks mit anderen Kindern zu vergleichen. Wieso tu ich das aber dennoch immer wieder? Liegt es in unserer Natur?
Ich habe aus eben dem Grund die WhatsApp Gruppe von dem Geburtsvorbereitungskurs gelöscht gehabt damals. Ich hatte keine Lust mehr mich ständig vergleichen zu müssen und zu sehen/lesen, wie andere sich imerzu vergleichen. „Wie lange schläft dein Kind denn?“ … „Meins schläft schon durch blablabla“ … Bei solchen Kommentaren wird mir übel. Ich versuche daher garnicht darüber zu sprechen, wenn ich mich mit anderen Mamas mal treffe, sondern über andere Themen, wie: „Wie machst du Y und X?“ Ich treffe mich aber auch nicht besonders oft, weil die Mamas, mit denen ich etwas gemeinsam habe und gerne mag, nicht so nah wohnen oder nicht so viel Zeit haben. Immerhin … wir versuchen es alle 1 bis 2 Monate mal für ein paar Stunden hin zu bekommen. Das letzte Mal war bei Freundin Ente, als ihr Kind 1 Jahr alt wurde :) Minikeks war auf ihrem ersten Kindergeburtstag.
Ich saß da und habe unbewusst angefangen Minikeks mit den beiden anderen Kindern zu vergleichen. Die sind 6 und 4 Monate älter als Minikeks und das ist gerade im ersten Jahr ein riesen Unterschied in der Entwicklung. Minirabbit rannte schon wie wild herum und musste ständig eingefangen werden, dagegen war der Minierpel die Ruhe selbst. Saß da, beschäftigte sich mit seinem Kuchen und später mit dem, was auf dem Boden lag. Es war ein schöner Geburtstag, aber gleichzeitig auch ein anstrengender, weil ich dann immer wieder mich ertappte, wie ich Minikeks verglichen habe mit dem Minierpel und dem Minirabbit.
Minikeks kann schon etwas sitzen, aber noch nicht so sicher, das ich sie alleine lassen kann. Sie hat noch Pronleme sich selbst zu balancen und hinzu kommt auch noch ihr großer Kopf. Sie ist größer als der Minirabbit und das, obwohl sie 4 Monate jünger ist. Ich hoffe ja, dass ihr Wachstumsschub endlich mal aufhört. Bereits im Bauch war es immer so bei den Untersuchungen, das ich das gehofft habe. Wohin wächst unser kleines Schäfchen nur?!

Ich habe oft gesagt bekommen, das ich „Glück“ hätte, weil Minikeks ein „ruhiges“ Kind sei. Dem würde ich persönlich nicht zustimmen, wenn ich sie mit anderen Kindern vergleiche. Wer den Minierpel kennenlernt, weiß was eigentlich ein ruhiges Kind ist. Den erschüttert echt NICHTS. Ich habe noch nie erlebt, das er mal geschrien hat oder quengelig war. OK, ich habe ihn bisher auch nicht so extrem oft gesehem, aber selbst auf seinem Geburtstag hatte er trotz schreiendem Minikeks und herumrennendem Minirabbit, sowie lauter Erwachsener keinen mucks gemacht. Selbst der Minirabbit war viel ruhiger, als Minikeks. Sie rannte zwar ständig herum, aber sie hatte nicht gequengelt oder geschrien. Minikeks dagegen war quengelig und wurde regelrecht hysterisch, weil sie unbedingt ins Gesicht von Minierpel oder Minirabbit langen wollte und ich sie abhielt davon. Das war ein Fehler meinerseits, wie ich später nach dem Geburtstag erfuhr, aber ich wusste es halt nicht besser zu dem Zeitpunkt >_<
Dennoch … Minikeks ist vergleichsweise ein „normales“ Kind, würde ich sagen. Sie hat ihre guten Tage und ihre schlechten. Mal will sie den ganzen Tag herumgetragen werden, mal findet sie es OK alleine zu sein und mit sich selbst zu beschäftigen. Natürlich kann ich „froh“ sein, kein „Schreikind“ zu haben, aber ich finde das sie auch kein „ruhiges“ Kind ist.
Genau da kommt es aber nun, das man – wie man ja sieht – immer wieder vergleiche zieht. Ich vergleiche und andere tun das auch. Wie ist mein Kind? Ist es eher ruhig? Ist es eher „normal“ oder ist es mehr ein anhängliches Kind? etc. Ich könnte mich jedes Mal ohrfeiegen, wenn ich wieder anfange Vergleiche zu ziehen, denn Kind ist Kind und jedes ist anders!

Man vergleicht aber auch nicht nur die Kinder, sondern auch sich selbst mit anderen Müttern. Ich ertappe mich häufig dabei, wie ich denke: „Wieso schaffen das andere Mütter und ich nicht!!??“ Ich frage mich dann immer, was ich falsch mache. Ich sehe mir dann Mütter an, die es schaffen neben zwei Kindern noch Zeit zu finden zum zeichnen, bloggen, Fotos machen und basteln. Und dabei gehen die Kinder nichteinmal unter, sondern werden auch rundum versorgt und betreut. Ich schau mich dann an und sehe: Heute habe ich NICHTS geschafft und bin am Abend KO auf die Couch gefallen, nachdem Minikeks im Bett war… Wieso schafft es Mama X noch etwas zustande zu bekommen und ich nicht!?
Ich würde so gerne so vieles machen, aber wenn ich das tun würde, müsste ich genau so wie vor der NipponCon immer jeden Abend am PC sitzen und was machen. Der Held ging damals ohne mich zu Bett, damit ich arbeiten konnte und wir hatten sozusagen kein „Beziehungsleben“ fast 2 Monate lang, weil ich jeden Abend bis Mitternacht oder manchmal bis 2 Uhr morgens gearbeitet habe. Um 6/7 Uhr weckte mich dann Minikeks … Ich hatte so extrem Schlafmangel in der Zeit, das mir manchmal abends schwindelig wurde und ich dann eher abbrechen musste.
Machen genau das dann auch die Mütter? Ich schaffe es nicht am Tag was zu machen, oder wenn, dann mit extremen unterbrechungen. Wenn Minikeks schlief konnte ich nicht viel machen, weil sie nur ihre 30-Minuten-Schläfchen gemacht hatte. Man kommt gerade in die Gänge (der Motor muss ja erstmal warm laufen) und schon ist Minikeks wach und braucht wieder Aufmerksamkeit. Manchmal hat sie ihre guten Tage, da schaffe ich es wäsche zu waschen, zu bügeln, etwas für den Shop zu machen und was zu kochen, ohne das sie quengelig ist. Ich kann aber meist solche Tage nur an einer Hand pro Monat abzählen…

Meine Frage an alle Mütter hier: Wie schafft ihr es???

Minikeks macht keinen Mittagsschlaf, sondern schläft mittlerweile ihre 3 Mal am Tag jeweils 30 Minuten … in diesen 30 Minuten schafft man kaum etwas und alleine sitzen und spielen tut sie zwar, aber nie lange. Ich weiß garnicht, wie ich das schaffen kann nebenbei so vieles zu machen, wie Mama X. Ist ihr Kind so ein extrem ruhiges und unkompliziertes? Ich kann es einfach nicht lassen mich zu fragen, was ich falsch mache.
Bis Mai hatte ich am Wochenende was machen können, aber dann kamen all die Vorbereitungen für den Hausbau, ewig viele Dokumente usw. und der Held konnte am Wochenende nicht mehr. Seit dieser Zeit sind auch alle Weekly Views liegen geblieben. Selbst die hatte ich nicht mehr geschafft zu machen und dabei sind die nichteinmal extrem aufwendig :( Ich fühle mich als wäre ich ein Faulpelz. Dann sehe ich herausgeputzte Mütter, die eine tolle Haut, Haare und flachen Bauch, zwei Kinder, Haus, etc. haben und dann sehe ich mich an mit Haaren zu einem Dutt, ungeschminkt, beim Friseur seit Monaten nicht gewesen, mit Pickelchen, weil ich manchmal abends zu müde bin, um mich um die Geschtspgflege zu kümmern und in Schlabberklamotten und immer noch einen kleinen Bauch … OK, wenn ich rausgehe, versuche ich mich wenigstens ein bisschen in Form zu bringen, aber verglichen mit anderen Mamas, denke ich mir immerzu: wie schaffen die das!!?? Sind das alles Super-Mamas, die ich kenne? Oder bin ich nur super unkoordiniert?
Mir würden nun sicher viele den Kopf umdrehen, wenn ich erwähne, das ich hier meine Mama habe, die mich unterstützten könnte… das Wort des Tage ist dann auch „könnte“, weil sie es nämlich kaum bis garnicht tut. Ich beneide oft alle Mütter, die nicht mit ihrer Mutter leben, die denen reinredet und einem das Gefühl gibt nichts zu können. Da kommen dann oft Sprüche, wie „Das schmecht ja scheußlich, das würde ich als Baby nicht essen wollen!“ oder „Ja also alleine Einkaufen ist schon anstrengend, da begleite ich dich lieber mal, weil du das ja sonst eh nicht schaffst.“ Ich mag meine Mama, aber ich würde gerne in vielen Dingen mein Ding machen, was die Erziehung von Minikeks angeht, aber ich kann das nicht machen, weil Mama ihre Finger überall drin hat und sich einmischt. Dabei sagt sie immerzu „Ja also ich mische mich ja nie ein bei dir, nicht wahr?“ Was soll ich dann darauf antworten? Wenn ich ihr die Wahrheit sage, ist sie eingeschnapt und ich darf mich dann dafür entschuldigen, weil sie mich sonst tagelang anschweigt oder ich sitze dann da und lächle … „Ja, Mama.“ Sie hat 3 Kinder groß gezogen, sie weiß deutlich mehr als ich, aber dennoch würde ich in vielerlei Hnsicht meine eigenen Erfahrungen machen. Es war ja nie so geplant gewesen mit dem Hausbau… Es war geplant das ich nach der Geburt von Minikeks (etwa 2 Monate danach) ins Haus einziehen kann mit dem Helden. Dann hätte ich meine Ruhe gehabt und mein Ding machen können, aber das kann ich immer noch nicht… Ich dneke immerzu: Ich muss eine schlechte Mutter sein … ich schaffe ja nichts!?

6 Kommentare

  • Maron · 1. September 2016 um 19:57 Uhr Uhr · Antworten

    So ist das im Leben mit dem Vergleichen. Mach dir keinen Kopf.
    Wenn die Kleine Liebe, Essen und ein Dach über den Kopf hat, ist doch alles gut.
    Es gibt Menschen, die sind von Grundauf sehr organisiert, für die ist das kein Problem das Kind, Haushalt etc. zu managen und es gibt welche, die sind komplett überfordert und brauchen bei allen Hilfe.
    Die Spanne dazwischen ist sehr groß! Also, solange du (Oder ihr beiden) denkt, dass alles gut ist, dann ist alles in Ordnung.
    Kopf hoch :)
    (Im übrigen muss ich die kleine unbedingt mal kennen lernen!)


    • yumkeks · 19. September 2016 um 01:10 Uhr Uhr ·

      Das Problem and er Sache: Ich bin Perfektionistin und extrem ein durchorganisierter Mensch. Deswegen tut es ja so unendlich weh zu sehen, dass ich nichts geschafft habe im Gegensatz zu anderen. Wie aber in meinem anderen späteren Beitrag geschrieben, habe ichmch auf die Suche der „Fehler“ begeben und diese gefunden… Wenn das Leben doch nicht so wäre … dann wäre so vieles einfacher *seufz*

      Du kannst uns gerne besuchen kommen ^0^ Ab Juni nächstens Jahres hätten wir sogar ein Gästezimmer anzubieten ;D


  • Sari · 31. August 2016 um 07:29 Uhr Uhr · Antworten

    Willkommen in der Elternschaft. Du wirst noch auf viele, teilweise echt unnötige und unfaire Vergleiche stossen und dich auch selber immer wieder dabei erwischen. Der Mama-Club kann echt nicht ohne sein ^^


    • yumkeks · 19. September 2016 um 01:04 Uhr Uhr ·

      Ich hasse Vergleiche! >_< Leider besteht das ganze Leben daraus und gerade bei Kindern finde ich ist das am aller schlimmsten ... leider >_<


  • Cari · 30. August 2016 um 23:20 Uhr Uhr · Antworten

    Bei vielem von dem was du schreibst erkenne ich mich wieder! Ich habe auch monatelang nichts geschafft, während all die anderen Mütter um mich herum scheinbar mühelos alles meisterten. Mittlerweile habe ich es aufgegeben. Ich bin nicht so. ;)
    Ich hatte bei den „Vergleichen“ immer das Problem als Angeber da zu stehen… Stillen ohne Probleme von Anfang bis Ende, krabbeln mit 7 Monaten, Laufen mit 10 Monaten. Mir war es unangenehm darüber zu reden, weil die meisten nicht so früh mit all dem dran sind.
    Unser Minipanda war dafür im ersten Lebensjahr auch durch und durch ein Schlechtschläfer. 2-3 kurze Schläfchen am Tag und auch jetzt ruft sie oft noch 1-2 mal in der Nacht. So oft es ging hatte ich sie daher im Tragetuch… Ging schon arg auf den Rücken. :( Aber das ist nunmal mein Job und ich mache ihn (meistens) gern. Außerdem, je älter unsere Kleinen werden je mehr bekommt man auch zurück (ein liebevolles „Mama“ aus dem Mund meiner Tochter oder eine Umarmung entschädigt mich für vieles ;) )


    • yumkeks · 19. September 2016 um 01:03 Uhr Uhr ·

      Das hört sich super an :) Ja, die Entschädigung ist immer da, wenn sie mich anstrahlt <3
      Ich hab vieles im „Griff“ jetzt, weil ich einen besseren Tagesablauf habe, seitdem ich nicht mehr oben fest stecke bei meiner Mutter. Sie hatte mich gerne stundenlang zugequatscht und dann später gemeckert dass sie wegen mir zu nix kam x_x Tja …


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