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Unperfektsein – Ich kann das nicht… – Keksdose.org

Unperfektsein – Ich kann das nicht…

25. August 2016 - 16:59 Uhr 0 Kommentare

yumkeks

yumkeks

Ich bin zufällig bei Sabrina vor Ewigkeiten auf einen Blogeintrag gestoßen, den ich sehr interessant fand. Ich muss zugeben, dass ich die letzten Jahre immer mehr mich aus dem Internet zurückgezogen habe und nur noch ganz selten etwas schreibe, was mich bewegt. Ich finde das sehr schade, muss ich zugeben, aber manchmal denke ich „Ach das Thema wäre mal was!“, fange an zu schreiben und am Ende bleibt der Beitrag ewig in den Entwürfen, weil ich mich am Ende nicht traue es zu veröffentlichen … Dennoch … Die Idee fand ich sehr schön und dachte mir, das ich es auch versuchen mag :)

Kein Mensch ist oder war perfekt. Jeder hat seine/ihre Macken und lebt damit. Auch ich habe sie und versuche oft daran zu arbeiten. Manchmal gelingt es, manchmal aber auch nicht. Hier ist eine Liste an Sachen, die ich nicht kann.

Ich kann nicht …

  1. … pfeifen.
    Ich habe es mehrfach versucht, aber nie geschafft. Pfeifen ist für mich eine ausgesprochen schwierige Kunst. Ich finde es viel einfacher singen zu lernen oder tanzen, als zu pfeifen.
  2. … ordentlich sein.
    Lustigerweise bin ich extrem ordentlich, wenn es um meine Bastel- und Nähsachen geht, aber wenn es um die Post geht, werde ich zum Messi. Im Laufe der Woche stapeln sich Briefe, die ich teilweise nichteinmal öffne monatelang. Die Gehaltsabrechnungen sind doch eh immer gleich, oder nicht? Da öffne ich nichteinmal den Brief, wenn der da ist. Andere liegen Wochenlang auf dem Tisch oder einer Ablage beim Eingang, ehe ich die endlich abhefte. Wäre der Held nicht, würde ich nichteinmal die abheften. Ich hasse Papierkram und bin daher froh, das den der Held macht. Hätten wir keine Spühlmaschine, würde unsere Küche nicht so sauber sein, wie jetzt … Ich hasse es Geschirr zu spühlen und habe das Geschirr spühlen so lang es ging vor mich hergeschoben. Ich mache nie morgens das Bett (nur die Bettdecke geradeziehen), weil ich es sinnlos finde da noch eine Tagesdecke drüber zu ziehen, wie meine Mama und Oma das immer gemacht haben. Ich  schmeiße trotz Wäschekorb meine Schmutzwäsche am Abend einfach in eine Ecke und räume das erst am nächsten Tag weg. Aufräumen tue ich eher selten. Das liegt meist daran, dass sich nur sehr langsam etwas ansammelt, was weggeräumt werden muss. Hier bin ich ordentlicher. Nur mein Schreibtisch mutiert gerne mal zu einem Ablagetisch, an dem ich immer weniger Platz habe etwas zu machen xD
  3. … geduldig sein.
    Wenn ich das könnte, würde ich sicherlich auch nicht so viel plappern. Ich kann es nicht leiden ewig lange in der Küche zu stehen und etwas zu backen oder zu kochen. Es dauert mir immer alles zu lang, daher koche oder backe ich nur etwas, was schnell geht. Die Gerichte sind daher oft simpel. Eine Leidenschaft, wie es viele Frauen haben, habe ich da überhaupt nicht. Ich mag es nicht auf Termine zu warten oder auch einfach nur auf Freunde, mit denen man verabredet ist. Wenn da jemand auch nur eine Minute zu spät dran ist, werde ich grantig und ungeduldig. Mit jeder verstreichenden Minute schlimmer und schlimmer. Ich kann es nicht tagelang oder gar wochenlang an einer Sache zu sitzen und die zu machen. Ich brauche Abwechslung, daher zeichne ich nie kompizierte Sachen mit komplizierten Hintergründen oder nähe nur noch das Eine… Tag ein, Tag aus.
  4. … nichts tun.
    Das ist etwas, was ich nach und nach seit 4 Jahren lerne… Es ist echt schwer mal NICHTS zu tun. Ich kann nicht einfach NICHTS machen. Am Strand liegen und sich in der Sonne brutzeln lassen zB. geht bei mir garnicht. Wenn ich schon in Urlaub bin, will ich mir auch etwas ansehen und nicht den ganzen Tag faul herumliegen. In den letzten 4 Jahren habe ich langsam gelernt, dass es OK ist mal einen Abend ein paar Folgen einer Serie anzusehen oder ein Buch nicht nur dann zu lesen, wenn man unterwegs ist. Dennoch … ich kann nicht NICHTS tun.
  5. … Sprachen lernen.
    Ich bin mit 8 Jahren nach Deutschland gekommen und musste Deutsch lernen. Diese Sprache beherrsche ich nun mittlerweile recht gut, aber ich würde nie behaupten, dass ich sie perfekt kann. Ich kann russisch sprechen, aber nur auf dem Niveau einer 3. Klässerin und ich mache auch öfter Fehler bei Worten, die mir nicht geläufig sind. Dennoch rede ich russisch, weil ich die Sprache nicht vergessen will. Die Sprache aber komplett beherrschen, werde ich dennoch nie. Egal welche Sprache es ist, ich kann keine Grammatik. Ich schreibe und Spreche nach Bauchgefühl. Englisch zB ist da auch so, wie Deutsch und Russisch. Ich muss die Sprache auf der Arbeit sprechen und ich träume nun in allen 3 Sprachen sogar. Dennoch kann ich diese Sprache nicht perfekt, mache fehler und weiß, dass ich diese auch nie ausmerzen kann, weil ich mir Grammatik einfach nicht merken kann. Ich würde so gerne Japanisch lernen, aber leider ist hier der Hintergrund anders als bei allen Sprachen, die ich bisher gelernt habe, denn es ist kein MUSS. Wenn es ein MUSS ist, spreche und schreibe ich so gut ich kann, aber wenn es kein MUSS ist, schiebe ich Sachen vor mich her und wiederhole nur ab und an Wörter, um mich mal zu erinnern.
  6. … an mich selbst glauben.
    Ich war schon immer sehr schüchtern. Seit gut 10 Jahren übe ich mehr und mehr aus mir herauszukommen und ich denke ich habe mich da mittlerweile recht gut „entwickelt“. Dennoch ist es so, dass ich in sehr vielen Dingen nicht an mich glaube. Ich rede mir dann ein, dass ich so schlecht bin in X oder Y. Beispielsweise war das so mit Englisch. Ich habe mir immerzu eingeredet, dass ich extrem schlecht in Englisch bin und als wir eines Tages auf der Arbeit gesagt bekommen haben, dass wir nun immer auf Englisch reden müssen … da ging die Welt für mich unter. Ich habe nicht an mich und meine bisherigen Kenntnisse geglaubt und mich in ein Schneckenhaus zurückgezogen. Zu Anfang habe ich mir das, was ich sagen musste dann auf einen Zettel notiert und den abgelesen. Nach gut einem Monat verstand ich jedoch, dass niemand perfekt ist und es vollkommen OK ist Fehler zu machen, also begann ich zu sprechen. Es ist schwer an sich zu glauben und ich kämpfe tag täglich damit. Leider baut es mich nicht auf, wenn ich mir vor Augen führe, was ich alles kann oder geschafft habe. Daran muss ich noch arbeiten …
  7. … Party machen.
    Ich bin kein Partylöwe. Ich bin eher eine Couchpotato. Ich mag es lieber mit Freunden gemütlich einen Plauder-Abend zu machen oder einfach mit dem Helden auf der Couch sitzen, sich Serien anschauen und mit den Mauzis kuscheln. Ich mag es auch nicht zu trinken, weswegen für mich oft Parties langweilig werden, sobald ein gewisser Alkoholpegel erreicht ist bei den Leuten.
  8. … sportlich sein.
    Ich hasse Sport! Ich bin extrem unsportlich schon in der Schule gewesen. Ich schwächel ziemlich viel, hab ständig Kreislaufprobleme oder schlicht keine Kraft. Ich hatte es oft, dass ich sogar später als ich zur Tanzschule ging dann nach dem Aufwärmtraining oder während der Übungen nach dem Aufwärmtraining umgekippt war. Ich habe jahrelang getanzt (Bauchtanz von 2006 bis 2013), aber immer wieder mit den selben Problemen kämpfen müssen, bis ich irgendwann es nicht mehr aushielt und aufgehört habe. Ich liebe das Tanzen und vor allem Bauchtanz, aber nachdem ich auf dem Heimweg beim Bahnsteig umgekippt war, hatte ich Angst weiter zu machen. Sport ist für mich tatsächlich Mord x_x
  9. … die Klappe halten.
    Ich rede eindeutig zu viel und zwar teilweise so schnell, dass ich nichteinmal durchdenke, was ich da sage. Es purzeln Infos und Wörter aus mir heraus, die ich danach bereue gesagt zu haben. Ich bin auch ziemlich ehrlich und sage dann geradewegs, was ich denke. Dadurch habe ich mir selbst ziemlich viele Freundschaften kaputt gemacht, weil die Leute mit meiner Ehrlichkeit nicht klargekommen waren. Ich mag es nicht, wenn man mir etwas vorspielt, daher spiele ich niemand anderem etwas vor. So, wie ich bin, bin ich und nichts weiter. Ich rede daher so wie es mir passt, auch wenn es am Ende Probleme gibt. Meine Freunde wissen das und können dann kontern. Wenn ich sehe, dass es jemand nicht kann, dann weiß ich auch, dass es sich garnicht lohnt sich mit dieser Person anzufreunden.
  10. … aufgeben.
    Es fällt mir sehr schwer aufzugeben. Sei es etwas banales, wie Recherche für neue Produkte oder Freundschaften. Selbst der Stress auf der Arbeit ist deswegen entstanden, weil ich nicht aufgeben wollte, es aber nun muss. Es fällt mir unheimlich schwer da die Notbremse zu ziehen und zu sagen, dass es nun genug war. Irgendwann ist jeder Kampf zu Ende. Die Frage ist nur wie das Ende ist. Ein Sieg? Eine Niederlage? Ich möchte mich selbst nicht enttäuschen und kämpfen, aber in mancherlei Hinsicht ist es besser aufzugeben … zum Beispiel die Arbeit … Hier lerne ich zur Zeit die „alles-scheiß-egal“ Einstellung. Es fällt mir sehr schwer hier aufzugeben, daher wird es wohl auch sehr lange dauern, ehe ich diese Einstellung gelernt habe.
  11. … telefonieren.
    Einen Arzt-Termin machen ist kein Problem, oder mal wo anzurufen für sich selbst. Ich finde es nur grauenhaft, wenn ich in der Firma sitzen müsste und da Anrufe entgegen nehmen müsste oder gar selbst welche tätigen müsste. Als ich in einer Werbeagentur gearbeitet hatte, musste ich das. Es war die Hölle und ich habe jeden Tag dann gebetet, dass keiner anruft, wenn ich Telefondienst hatte. Mit meiner losen Klappe (Punkt 9.) und Ungeduld (Punkt 3.) ist es ein Graus für mich. Ich bin daher happy, dass ich das seit 5 Jahren nicht tun muss, weil ich auf der jetzigen Arbeit nicht telefonieren muss :)

Und was sind eure Macken? Was könnt ihr nicht?

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._. 
>_< 
-_- 
^^ 
uû 
;_; 
>_> 
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