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Wenn man … – Keksdose.org

Wenn man …

6. September 2016 - 21:52 Uhr 2 Kommentare

Abriss der Garage (Juni 2016). Hier wird das Haus stehen :D

Abriss der Garage (Juni 2016). Hier wird das Haus stehen :D

… vor Stress zusammenbricht … Ist der Punkt gekommen, das man sich fragt wieso man überhaupt in diese Situation gekommen ist. Auch nach meinem letzten Beitrag zu „Nachwuchs 1.0 – Vergleichen“ habe ich schon angefangen zu grübeln, als ich diesen online gestellt habe. Ich habe mich immerzu gefragt: wieso passiert das alles? Wieso kann es nicht so sein, wie bei anderen Müttern? Warum klappe ich zusamen und andere nicht?

Die Antwort darauf ist so offensichtlich, dass die mir garnicht gekommen war als ich eben den genannten Beitrag geschrieben habe. Ich sah den Wald vor lauter Bäumen garnicht! Das Problem ist nicht, dass ich unorganisiert bin (wer mich kennt, weiß das ich ein extremer Perfektionist und organisierter Mensch bin) oder das Minikeks zu anstrangend ist. Das Problem ist alles, was hier noch hinzu kommt.

Hausbau
Wir haben nun vor 2 Jahren angefangen das Haus zu planen und ursprünglich war geplant gewesen, das wir dieses Jahr in das Haus ziehen. Bereits im März hätte es sein sollen, aber daraus wurde nichts, denn das liebe Bauamt war der Meinung bei uns alles extrem lange hin zu ziehen. Unsere Baufirma hatte noch nie solch ein hartnäckiges Bauamt gehabt, das so extrem penibel ist und partout dies oder jenes nicht wollte. Wir haben uns extrem lange herumschlagen müssen, ehe wir den Bauantrag endlich genehmigt in den Händen hielten. Es dauerte 1,5 Jahre! Im Normalfall ist es maximal ein halbes Jahr.
Hinzu kommt noch, dass unsere Baufirma nicht alles für uns regelt, sondern das wir recht viel selbst machen/organisieren müssen. Das ist sehr zeitintensiv und der Held kämpft sich immerzu durch den Dokumentenwirrwar durch. Es zerrt an den Nerven, weil man vieles selbst machen muss. Wir hatten damals nicht gedacht, das es SO VIEL ist, das man selbst machen muss. Uns wurde damals bei Vertragsabschluss nicht gesagt, das es SO VIEL ist. Hätten wir das gewusst, hätten wir nie mit der Firma gebaut, aber das kann man jetzt nicht mehr ändern, also müssen wir da nun durch. Es wird auch nicht weniger Stress deswegen, bis das Haus fertig ist nächstes Jahr im April (bestenfalls) oder Juni (schlimmstenfalls).

Wohnsituation
Seit nun 2,5 Jahren leben wir bei meinen Eltern im Haus. Wir sind hier hin gezogen, weil wir Geld sparen wollten für das Haus. Wir leben aktell im Provisorium, denn alle „unwichtigen“ Sachen sind deswegen in Umzugskisten gestapelt in einem Zimmer, das aktuell nicht gebraucht wird im ersten Stockwerk des Hauses. Der Held, Minikeks, Kisa, Anya und ich hausen auf ca 60m². Wir haben keine Essecke, bzw keinen Platz irgendwo einen Esstisch zu platzieren. Alles ist zugestellt, denn irgendwo müssen ja all unsere Möbel hin (hier unten sind ja noch die Möbel, die hier vorher waren) und all die Con-Sachen auch noch. Ich darf immer zum „Lagerraum“ hoch rennen, um mir etwas zu holen oder ich muss auf einen Stuhl steigen, um mich aus einer der Kisten zu bedienen, die hier auf den Regalen/Schränken noch irgendwie reingequetscht wurden.
Die Wohnsituation ist da nicht die Einzige Hürde. Wir sind hier in diesem Haus einfach zu viele Leute, es ist eng und man stolpert sozusagen immerzu über alle. Hier im Haus wohnen neben uns noch meine Mama mit meinen beiden Brüdern (Hochparterre) und mein Papa mit meiner Oma (erstes Stockwerk). Alles verteilt auf Tiefparterre (ca 60m²), Hochparterre (ca 110m²) und erstes Stockwerk (ca 100m²). Im Tiefparterre sind noch die Kellerräume, daher ist der Wohnbereich kleiner und im ersten Stockwerk ist ein Zimmer zugestellt mit Umzugskisten und Con-Sachen.

Familiensituation
Seit gut einem halben Jahr gibt es mehr und mehr Streit hier in dem Haus. Meine Oma ist wohl dement, denn sie vertauscht alle gesagten Worte zu einer komischen „Wahrheit“, die dann in ihrem Gedächtnis so fest gefressen ist dass sie die nicht mehr loslässt und sich auch nicht davon überzeugen lässt, das es so wie sie denkt nicht stimmt.  „Tante (ihre Tochter) kommt ja selten her. Sie sollte sich mal öfter blicken lassen.“ wird dann zu einem“Ich mag Tante nicht, sie soll garnicht mehr kommen.“ Das Problem daran ist jedoch, dass sie ihre Tatsachen meinem Vater erzählt und der diese mehr glaubt, als uns. Daher kam es im April diesen Jahres dazu, dass er nach einem Streit im Februar und der daraus resultierenden Eskalation durch meine Oma dann nach oben gezogen ist in die zweite Wohnung. (Anmerkung: In diesem Haus gibt es insgesamt 4 Wohnungen.)
Es ist deswegen ein gespanntes Verhältnis hier im Haus. Oma macht es nicht einfacher, weil sie immerzu durch ihre verkehrte Wahrheit alle „versucht“ anzustacheln. Wenn mein Bruder Hugo (kein echter Name) zB nicht zum grillen unten ist, dann denkt sie, wir haben ihn nicht eingeladen und wollen ihn loswerden. Das ist nun so fix in ihrem Kopf, dass sie nichts anderes glaubt. Das er aber Spätschicht hatte … das verdrängt sie dann immerzu oder glaub es nicht.
Mein Vater ist da aber auch kein Held. Anstatt das zu hinterfragen, was Oma sagt, glaubt er ihr blind (und auch nur ihr) und spinnt sich dann auch halbe Wahrheiten zusammen. Er meckert nun schon Wochenlang, das wir seine geliebte Garage „zu früh“ abgerissen haben. Wir haben sie so abgerissen, wie von der Baufirma gesagt wurde. Dass das Bauamt sich – mal wieder – quer gestellt hat und EWIG brauchte, dafür konnte doch die Firma und wir nichts!? Normalerweise braucht man nunmal nicht so dermaßen lange um einen Bauantrag zu genehmigen, wenn es bereits einen genehmigten Bauvorantrag gegeben hat! Dennoch liegt er uns immerzu in den Ohren damit. Ich darf als Frau nichteinmal mit ihm über Bau-Sachen reden oder gar irgendetwas „kommandieren“. Da muss ich dann immer den Helden vorschicken. Ich habe ja als Frau „keine Ahnung“ und sei „dumm“. Er hat da – leider – so ein altes Weltbild …
Oma nervt dann auch noch immerzu via Telefon. Man muss immer wieder zu ihr hoch rennen, weil sie eine simple Frage hat, die sie auch mal am Telefon hätte sagen können, tut sie aber nicht. Sie erwartet das wir mindestens ein Mal die Woche bei ihr für mindestens 1 Stunde herum hocken mit Minikeks, weil sie sie ja „ewig nicht mehr gesehen hat“ … obwohl sie zB tags zuvor sie gesehen hat, als ich im Garten war mit Minikeks -_- Wenn wir mal eine oder sogar 2 Wochen auslassen, wegen Freunden, des Helden Familie oder weil Dokumente zu machen waren, gibt es einen extremen Radau ihrerseits und sie will dann ihr Geld zurück, das sie uns für den Hausbau gegeben hat. Das passiert etwa alle 1 – 2 Monate …

Mama
Ich habe extra einen separaten Punkt für Mama gemacht, weil es hier etwas mehr zu erzählen gibt. Bitte denkt nicht, dass ich meine Mama nicht mag oder das sie ein schlechter Mensch ist. Wenn es hart auf hart kommt, ist sie da und hilft. Jedoch ist das, was sie gerade macht keine Hilfe für mich.

Sie hatte in Russland ihre drei Kinder bekommen, direkt hintereinander und in sehr jungen Jahren (mit 19 und 20). Sie hat demnach Erfahrung mit Kindern. Dennoch sind ihre Ansichten oft etwas alt. Sie hatte zB in Russland einfach das Essen, was sie für sich und Papa gekocht hatte, gestampft und uns gegeben. Wir haben sehr früh bereits Brei bekommen (ab dem 4. Monat) und es war immer Zucker, Honig, Milch und Salz drin. (Anmerkung: Keiner von uns hat eine Allergie!) Sie hatte demnach versucht mich zu beeinflussen, wenn es um das Essen für Minikeks ging. Es fielen dann oft Sprüche, wie „Bei DEM Essen, würde ich keinen Bissen runter bekommen.“. oder „Das schmeckt ja nach Nichts!“ oder sie hatte selbst was rein gemischt. Ich war demnach extrem froh, das Minikeks das eher gegessen hatte, was ich gekocht hatte, als das, was sie ihr auftischte. Dennoch darf ich mir immer wieder solche Sprüche anhören. Immer wieder kommt auch der Spuch: „Ich mische mich ja nie ein.“ Eigentlich … schon … aber das kann ich ihr so nicht sagen, denn dann ist sie beleidigt und redet tagelang nicht mehr mit mir. Überhaupt darf man ihr nicht sagen, das ich dies oder jenes anders machen wollen würde, weil sie dann eingeschnappt ist.
Das ist jedoch nicht alles. Ich darf mir immerzu alle Sorgen und Probleme anhören von ihr. Wenn ich mal selbst was erzählen will, dann werde ich oft abgewürgt. Ich fühle mich dann wie eine emotionale Müllkippe, denn einen Ratschlag will sie garnicht, sondern nur das ihr jemand zuhört.

Leider traut mir meine Mama garnichts alleine zu. Wenn ich zB einkaufen gehen will, weil die Nachtisch-Gläschen alle gegangen sind und ich neue besorgen will, dann will sie unbedingt mitkommen, hält mich ewig lange hin, weil sie sich noch fertig machen muss (ich bin schon fertig gewesen und wollte eigentlich nur los) und wenn wir dann unterwegs sind, sagt sie solche Sachen, wie „Alleine einkaufen ist zu anstrengend für dich, da ist es besser wenn ich mitkomme.“ Ich schaffe es auch alleine einkaufen zu gehen! Das tue ich auch ohne Probleme, wenn sie Frühschicht hat und mir nicht folglich hinterher rennen kann! Dennoch denkt sie das, erzählt das ihren Freunden, sowie das sie ja nun Oma sei und viel auf das Kind aufpassen und mir viel helfen müsste, weswegen sie nicht mehr so viel Zeit hat.

Bevor Minikeks zur Welt kam, war ausgemacht gewesen, das Mama sie ein bis zwei Tage für ein paar Stunden nimmt, damit ich an meinem Shop arbeiten kann. Daraus wurde leider garnichts, denn meine Mama erinnert sich nicht an die Abmachung und sie habe ja „so viel zu tun“, dass sie daher nicht dazu kommen würde noch auf Minikeks aufzupassen. Da grenzt es dann an ein Wunder, wenn sie Minikeks mal für eine Stunde mit in den Garten nimmt im Kinderwagen, weil sie Gartenarbeit macht. Das passiert in etwa alle 2 bis 3 Wochen ein Mal.
OK sie nimmt mir manchmal Minikeks ab, wenn ich Probleme habe sie zum einschlafen zu bekommen, aber ehrlich gesagt mag ich das nicht, kann aber nichts sagen, weil sie sonst wieder beleidigt ist. Es ist zwar nett, das sie das macht, aber mir ist es lieber wenn ich es selbst schaffe sie zum schlafen zu bekomemen.

Natürlich bin ich ihr dankbar, dass sie auf Minikeks aufgepasst hat, als der Held und ich zu den Conventions sind und die drei Mal, als wir zu zweit Essen waren, uns mit Bin & San zum Sushi Essen verabredet hatten und zu einem Spieleabend mit Bin & San verabredet waren. Ich bin ihr auch super dankbar, dass sie Minikeks gehütet hatte, als ich zum Zahnarzt musste oder das erste Mal dabei war, als wir uns Küchen angesehen hatten. Ich bin ihr dankbar, das sie mir gezeigt hat, wie man ein Baby richtig wickelt und wie ich sie beruhigen kann. All die kleinen Handgriffe halt. Ich will auf keinen Fall sagen, dass sie ein schlechter Mensch ist!!! Es sind nur ihre Macken, die gerade an den Nerven zerren x_x

yumkeks.de
In all dem Chaos versuche ich noch irgendwie meine Sachen für die Conventions fertig zu bekommen. Hätte ich gewusst, was für eine stressige Zeit wegen des Hausbaus und der Familie auf uns zukommen wird, hätte ich nie im Leben die Kuscheltiere machen lassen, geschweige den Conventions eingeplant dieses Jahr. Da die aber nun eingeplannt waren, wurden die auch gemacht. Irgendwie hatte ich es geschafft für die ersten Conventions was zustande zu bekommen. Es war zu dem Zeitpunkt auch noch nicht so extrem stressig, als ich anfing. Nach der MaGnology war ich dann so dermaßen KO, dass ich erstmal den ganzen Juli und halben August nichts mehr auf die Reihe bekommen habe.

Ich habe mittlerweile zweifel, ob das alles so weiter gehen sollte oder ob ich pausieren sollte wenigstens bis das Haus fertig ist … Dann denke ich mir aber, wieviel Geld ich investiert habe… Ne, ich muss weiter machen! Ich kann doch nicht jetzt aufgören, wo ich doch so viel schon rein gesteckt habe. Zeit, Energie und Geld!!??
Neben dem Hausbau, Stress mit der Familie und Minikeks Convorbereitungen zu machen ist sehr schwer geworden. Ich habe kaum ein Wochenende, wo das geht. Ich muss es daher dann machen, wenn Minikeks ins Bett gebracht wurde. Das geht aber dann auch nicht so lange oder wenn länger, dann bin ich Übermüdet am nächsten Tag. Und irgendwo ist da ja auch noch der Held, den ich auch ungerne vernachlässigen will…

Familie Kekusu
Neben all dem anderen Kram, versuche ich noch um meine eigene kleine Familie zu kümmern. Mit dem Helden und Minikeks was zusammen zu machen oder auch mit dem Helden mal einen Abend was machen. Das ist schwierig mit einem Baby im Nebenzimmer, aber man gönnt sich ja sonst nichts am Abend … eine oder zwei Folgen einer Serie gemütlich kuschelnd auf der Couch nach einem stressigen Tag ist und bleibt sehr entspannend, frisst aber zugleich Zeit, die ich brauche für die Con-Sachen, weswegen ich dann länger machen muss @_@ Außerdem gehören ja noch Kisa und Anya zur Familie, die auch beschmust und bespielt werden wollen. Das äußern sie in letzter Zeit durch mauzen während wir Minikeks ins Bett bringen, weswegen das dann doppelt so lang dauert, weil sie durch das Mauzen immer wieder aufwacht -_-

Mein Fazit:
Wenn ich nun das Haus, die Wohnsituation, die Familiensituation und meine Mama raus nehmen würde aus all dem, dann wäre „nur noch“ yumkeks.de und Familie Kekusu. Das wäre mehr als ein Zuckerschlecken, verglichen zu dem was ich aktuell alles auf meinen Schultern trage. Natürlich trage ich das alles nicht alleine. Der Held leidet genauso wie ich und kommt auch nicht mehr zu so viel. Wir hoffen und beten, dass das Haus schnell fertig wird und wir danach endlich entspannen können! Aus den Augen, aus dem Sinn, oder? Dann beruhigt sich hoffentlich die Familiensituation, der Hausbaustress legt sich, meine Mama ist dann nicht in unmittelbarer „Nähe“ und wir hätten endlich unsere eigenen vier Wände, die nicht extrem zugestellt sind, wie jetzt. Das Haus ist dann zwar das Nachbarshaus, aber wenn ich keine Lust mehr habe, mache ich Türen und Fenster zu, schalte das Telefon aus und habe dann meine Ruhe! :D

Um ein wenig Abstand zu bekommen von all dem, sind wir nun zu einem Schluss gekommen. Ich habe Samstag einen Schlussstrich gezogen nach einer wiederholten Eskalation mit meiner Mama. Wir sind jetzte in unseren vier Wänden. Minikeks‘ Hochstuhl ist auch hier, wir haben die alte Küche wieder angeschmissen und ich habe Montag und Dienstag die ersten Lebensmittel eingekauft, um hier zu kochen. Der Backofen und Herd gibt zwar den Geist auf, weswegen es ewig dauert zu kochen, aber dann muss man sich halt daran gewöhnen. Bisher sind die Tage gut verlaufen. Ich habe ehrlich keine großen Unterschiede wahrgenommen und nicht das Gefühl gehabt Hilfe bei etwas zu brauchen. Es hilft meinem Selbstbewusstsein und ich bin viel entspannter jetzt zumindest in Bezug auf Mama.

Wenn ich mir beim reden mit meiner Oma immer wieder ins Gedächtnis rufe, dass sie wahrscheinlich demet ist (noch waren wir nicht beim Arzt mit ihr), dann fällt es mir viel einfacher einfach zu lächeln und zu sagen „Ja, Oma… Du hast recht, Oma … Ist ok, Oma …“. Das heißt das hat sich nun auch schon ein bisschen gebessert, wenn sie mal wieder ihre Mecker-Phasen bekommt, wo sie Streit „provoziert“.

Im Großen und Ganzen habe ich nach meinem Zusammenbruch angefangen langsam alles um zu stellen, denn so konnte es einfach nicht weiter gehen. Es ist immer noch alles sehr belastend, aber ich arbeite daran alles zu verbessern oder einen Abstand zu halten. Meine organisierte Natur ist da ein großer Pluspunkt. Meine Mama ist zwar nun beleidigt, das wir nicht mehr zum Essen hoch kommen, aber da stehe ich nun drüber und sage mir immerzu: Es ist besser so!

2 Kommentare

  • arekieru · 7. September 2016 um 15:31 Uhr · Antworten

    Hiho,

    wow, ja das ist allerdings eine sehr anstrengende Situation. Ich hatte in meiner Familie auch solche Fälle, allerdings nicht auf einmal und es betraf mich nicht direkt, kann aber nachvollziehen, dass sowas wahnsinnig anstrengend ist.

    Es ist immer schwierig, wenn man ins Elternhaus zurückkehrt, um Kosten zu sparen oder weil man zurück in die Heimat kommt. Jeder der Beteiligten hat gelernt ohne den jeweils anderen zu leben und Erfahrungen gesammelt, wie man am Besten zurecht kommt. Da prallen häufig verschiedene Weltvorstellungen aufeinandern. Diese Situation bessert sich tatsächlich mit mehr Abstand, der aber auf absehbare Zeit wohl nicht sein wird. Das tut mir sehr leid für euch.

    Bezüglich eurer vollgestopften Wohnung solltet ihr euch vielleicht einen Lagerraum woanders noch zusätzlich mieten. Ja es kostet zusätzlich Geld, aber eine ordentliche gut sortierte Wohnung ist wohl eine heilsame Quelle für deine Ressourcen. Könnte ich mir zumindest vorstellen.

    Was die Mauzis angeht, vielleicht solltet ihr versuchen, sie vorübergehend in Pflege bei Freunden zu geben? Das ist doch auch bestimmt Stress für die Katzen, so wie es jetzt ist?

    Was deine Oma betrifft: Besuche Sie so oft es dir möglich ist. Ja es ist anstrengend. Mein Opa war selbst dement und es ist verdammt traurig wenn sie einen nicht mehr erkennen. Die Beste vorgehensweise ist glaube ich nie so etwas zu sagen wie „Hab ich dir doch schon 3x gesagt.“ NIE. Sie kommen ins Grübeln, merken dass etwas nicht stimmt, regen sich auf oder fallen dann in Lethargie. Ich weiß noch wie eines abends das Telefon geklingelt hat und wir sofort zu Oma & Opa mussten, weil Oma nicht mehr klar kam. Wir haben fast die halbe Nacht gesessen, um Opa zu beruhigen, der auf Arbeit wollte. Er hat sich erst beruhigt als wir vorgaben bei seiner Arbeit anzurufen und ihn krank zu melden. Natürlich gab es seine Arbeitsstelle nicht mehr, wir haben bei uns zu Hause angerufen. Denke dir gute Geschichten aus, um ein positives Gefühl auslösen.

    Fakt ist, man kann Demenz hinauszögern, aber besser wird es nicht mehr und es wird auch nicht am Gartenzaun aufhören. uû

    http://www.alzheimerandyou.de/.....nzkranken/

    Ich wünsche euch nur das Beste und viel Glück, dass mit dem Hausbau alles gut verläuft. ^^

    Liebe Grüße
    arekieru


    • yumkeks · 19. September 2016 um 01:27 Uhr ·

      Ich muss sagen es war damals gedacht gewesen, das wir maximal 8 Monate hier leben, ehe wir ins Haus ziehen. Leider wurde ja nichts daraus ;_; Wir sind im Januar 2015 hier eingezogen und sind immer noch hier ;_;

      Vielen lieben Dank für die Tips wegen meiner Oma! Ich versuche mich so gut es geht daran zu halten. Es ist leider noch immer nicht bestätigt bei ihr, weil wir nicht mit meinem Papa darüber reden können. Er glaubt uns ja nicht :-/ Ich will sie ja auch nicht zwingen sich diesbezüglich testen zu lassen und ohne seine Hilfe und die Hilfe seiner Schwester ist es nicht einfach. Demnach wird es nun wohl einfach so weiter laufen, bis es auch für meinen Papa eindeutig wird. Das wird dann wohl aber schon im späten Stadium sein, weil gerade die Kinder ja ungerne es wahr haben wollen und es so lange wie es geht abtun mit irgendwelchen daher geholten Argumenten.

      Zu den Mauzis:
      Ich erkenne aktuell keine Stress Symptome bei den beiden. Die sind sogar happy, seitdem ich nun immer unten bin und nicht wie vorher nach oben bin morgens zum Milli füttern und erst abends runter komme, weil Mama mich da oben zutextet den ganzen Tag -_- Bei Kisa merkt man Stress sofort an, weil sie mauzent hinter einem her läuft oder sich die Ohren zuerst kahl und dann blutig kratzt x_x Aktuell hat sie aber perfekte Öhrchen und mauzen tut sie wie immer nur abends, wenns sie leckeres TroFu will xD Bei Anya habe ich auch nicht das Gefühl sie ist gestresst. Natürlich ist das keine Situation, wenn die beiden hier auf engem Raum mit Baby und zwei Menschen leben, aber ich solange die beiden einen ausgeglichenen Eindruck machen und gesund sind, gut fressen und das KaKlo gut voll machen, werde ich mir nicht so starke Sorgen machen :)

      Die Wohnung ist ja nicht vollgestopft, weil hier Kisten und leere Möbel stehen, sondern sie ist halt voll, weil hier Möbel, die voll sind stehen. Da wo die Essecke ist, ist zB unser Kleiderschrank, der Schuhschrank und der Haushalsschrank mit der Garderobe. Im Schlafzimmer ist ebenfalls ein Kleiderschrank. Warum zwei? Weil in dem einen zur Hälfte die Sachen von Milli drin sind und der andere ist nicht komplett aufgebaut, weil der nicht aufzubauen geht bei der niedrigen Deckenhöhe. Die schmalen Elemente des Pax sind die, die da stehen und das breite Element steht auseinandergebaut zwischen zwei schmalen Elementen (15 cm nimmt das vielleicht weg?). Im Wohnzimmer stehen zwei PC Tische, sowie die Wohnzimmermöbel von uns und meiner Mamma. Da sind Gläser und Bücher drin. das kann man halt nicht anders stellen. Ich habe zudem meine zwei Regale mit Con-Zeug hier. Wohin mit den Tischen und PCs? Wir haben früher ein Arbeitszimmer gehabt. Das gibt es ja nicht mehr und wir brauchen die Tische. Die nehmen ca 1/3 des Wohnzimmers ein. Im Schlafzimmer steht ein 140x200cm Bett, ein Wickeltisch, ein babybettchen und ein Kleiderschrank. Es sind halt auch keine großen Räume :/ Es gibt hier kaum etwas, was in einen Lagerraum muss/kann. Das, was weg konnte ist weg und im „Lagerraum“ im ersten Stockwerk ;)


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